Mein Herz in deiner Hand

mein herz
Ich will vorwärts,
nicht zurück – sehn was mir davon übrig bleibt,
Nicht stolpern, einfach weiter gehen, heimwärts.
in Gedanken bei dir verweilt.
Du hast dir Gruben gegraben,
wartest das jemand anderes reinfällt.
Wunden mit Dolchen heilen, dein Vorhaben.
Luftschlösser mit Scherben in der Hand zerdrückt, nichts was zusammenhält.
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Ich schlucke schmerzend Widerhaken, die mich zerreißen, endend in Anfängen, die kein Ende nehmen, anfänglich bluten, eiternd alles einnehmen.

Ich will aufbrechen, um auszubrechen, abzurechnen, mit dem was immer wieder nur nässende Leerstellen zwischen den Zeilen hinterlässt.

Den wiederkehrenden Geschichten, aufgehoben, sorgsam hervorgehoben; auserlesene Versprecher, verlesene Versprechen. Versprochen; gebrochen.

Bist du willig anzuhalten, festzuhalten, innezuhalten, das anhaltende Gefühl aufrechtzuerhalten, den immer selben Haken an den Nagel zu hängen, hängen geblieben, gefallen, Gefallen gefunden – fallen lassen, fallen gelassen.

Lass und einfinden und anfinden, was schon lange gesucht wurde, die nicht heilen wollende Wunde vergessen, vergebens versorgt, verhalten verflucht, törichte Ideen nähren, zwangsernähren, befüllen, bis sie triefend nass alles überspülen, weitermachen, weiterkämpfen, Distanzen bekämpfen, Zwischenräume füllen, fühlen, heimfinden; gefunden werden.

 

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Pflaster statt Rasierklinge

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Da stehst du, so schön, so anders, so voller Freude. Dein Lächeln gilt auch mir. Dass wir Nacht für Nacht hier sitzen und reden, nicht selbstverständlich, nicht geplant, nicht gesucht, aber entschieden zu bleiben. Wenn sich deine Lippen bewegen scheint alles einfach. Alles andere ausgeblendet, im off. Nur wir Zwei. Unsere Worte füllen Stunden, deine Worte füllen Risse, Kratzer, die sich viel zu oft wie Krater anfühlen. Auch du kennst sie nur zu gut.

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So war der 2. Tapetenwechsel

Tapetenwechsel Erfurt by Hellbunt Fotografie

Heute gibt es mal etwas ganz anderes zu lesen. Und damit läute ich eine neue Rubrik auf meinem Blog ein. Mit meiner ehrenamtlichen Tätigkeit in der Erfurter Soziokultur lerne ich in letzter Zeit so viele neue Menschen und deren Projekte kennen und bin der Meinung, dass genau diese Geschichten auch erzählt werden müssen. Da es darüber bisher nichts gibt, möchte ich mich darum kümmern. Also wird es ab jetzt, zwischen meinen üblichen gedankenreichen Texten, immer mal wieder etwas zur Erfurter Kulturlandschaft geben.

Den Anfang macht der Tapetenwechsel; ein Projekt, das mir jetzt schon sehr ans Herz gewachsen ist. Ursprünglich aus Leipzig und nun schon zum zweiten Mal in Erfurt.

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Auf stürmischer See – no happy ending

©HellbuntFotografie/Juliane Großmann

„Wir haben uns auf hoher See gefunden ohne die Vorstellung von einem Hafen, in dem wir hätten Zuflucht finden können.“ Fernando Pessoa

Die Wellen höher, reißender, als all unsere Erwartungen und Hoffnungen. Jeder nasse Peitschenhieb tränkt uns nur mehr, als es unsere Wünsche hätten je füllen können. Die Lungen salzig, triefend, zu feucht, um für einen beruhigenden Atemzug inne zu halten.

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