Ich bin schön

Juliane Großmann

Ich bin kreativ, launisch, begeisterungsfähig, feinfühlig, humorvoll, kindisch, stark, (fucking) awesome, loyal, anders, facettenreich, freiheitsliebend, klug, ungeduldig, leidenschaftlich, frech, unbeschwert, aufbrausend, scheu, phantasievoll, stur, verletzlich, einzigartig, zielstrebig, herzlich,………. und bin zufrieden mit dem was ich habe und wie ich aussehe!

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Generation “Ich find es toll, gelabelt zu werden, so bin ich weniger für meine eigene Scheiße verantwortlich“

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Generation Beziehungsunfähig, Generation Y, Generation Tinder,….Generation “Ich find es toll, gelabelt zu werden, so bin ich weniger für meine eigene Scheiße verantwortlich“.

Die besagte Generation ist frei, ungebunden; ihr liegen tausend Möglichkeiten zu Füßen, sie ist schnell gelangweilt, aber auch im Dauerstress, hat Angst, kann sich nicht binden, will sich nicht festlegen. Meiner Meinung nach ist das totaler Schwachsinn! Ich bin an erster Stelle ICH, kein Wir, keine Generation. Individualismus, ja klar, auch ein Symptom dieser Generation. Nein, menschlich. Jeder strebt nach Selbstentfaltung und Selbstfindung, das war so, ist so und wird so bleiben. Der eine mehr, der andere weniger. Für mich ein menschliches Symptom, nicht einer bestimmten Generation. Aber diese Generation, das große WIR, ist nun mal kaputt, kann nicht lieben, weil es sich nicht entscheiden kann und muss. Wie einfach es doch ist, sich genau unter diesem Deckmantel zu verstecken. Das Etikett passt vielleicht nicht perfekt, aber es ist so unsagbar einfach, entschuldigt für so viel. Ich kann nicht, weil es so ist, weil nun mal eine ganze Generation so ist! Ich kann also gar nicht anders. Ich kann es nicht mehr hören!

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„Ich sehe dich!“

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„Ich sehe dich!“ Wie schön das wäre, wenn es jemand aussprechen würde. Denken würde. Wirklich sehen würde! Mich erkennen würde, hinter all dem Scheiß, den Narben, Ängsten, Wünschen und zerbrochenen Spiegeln, den Scherben, Splittern, so klein, dass du sie kaum siehst und sie sich trotzdem unerkannt in deine Haut bohren können, wandernd bis zum Herz, den Wänden aus Stahl und Beton, vor die ich Jahr für Jahr, Enttäuschung für Enttäuschung, einen Stein mehr davor gebaut habe, hinter dem Stacheldraht, dem Burggraben, den ich so tief gegraben habe, mit Spaten, Schaufeln, bloßen Händen, dass ich selbst nicht mehr hinaufsteigen kann, der Wut, den Gefühlen, dem Ausgesprochenem, zu viel und dem Verschwiegenem, viel zu viel. Einfach nur mich!
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Der Wind

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Die Böe, spürst du sie, sachte, nur ein Lüftchen, weht sie, flüstert, bringt das Herz in Schwingung. Kaum spürbar, trotzdem da.

Fast schon eingeschlafen, gelangweilt von dem ständigen Hin und Her, den Jahreszeitenwechseln, den Stimmungsschwankungen, den unterschiedlichen Gemütern, Erinnerungen, Gefühlen, der Ablehnung, der Euphorie.

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