Der Wind

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Die Böe, spürst du sie, sachte, nur ein Lüftchen, weht sie, flüstert, bringt das Herz in Schwingung. Kaum spürbar, trotzdem da.

Fast schon eingeschlafen, gelangweilt von dem ständigen Hin und Her, den Jahreszeitenwechseln, den Stimmungsschwankungen, den unterschiedlichen Gemütern, Erinnerungen, Gefühlen, der Ablehnung, der Euphorie.

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Ein Brief an mich #werwillstdusein

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„Liebe Jule,

wer du sein willst ist eine Frage, die du dir gerade so oft stellst, dennoch keine adäquate Antwort findest. Du weißt ganz genau, wie toll und schön du bist, aber glaubst viel zu selten daran. In dir, der dringende Wunsch genauso zu leben, wie du es dir vorstellst; frei, kreativ, einfach leben eben. Du möchtest endlich so arbeiten, wie du es dir schon lange wünscht. Aufträge bekommen und damit so viel Geld verdienen, um zu leben. Nicht zu viel, keine Millionen, aber eben so viel, um dir Dinge zu gönnen, wegzufahren, zu genießen. Erfolg haben mit dem was du machst, was du gerne machst, was du kannst. Keine Aufträge annehmen, weil du sie unbedingt brauchst. Du möchtest in einer anderen, vielleicht größeren Wohnung wohnen, vielleicht mit einem kleinen Garten. Näher an der Stadt, näher am Leben. Eigentlich weißt du, was du willst, aber du kannst es nicht umsetzten. Bist gefangen in dir selbst, in deiner Situation, die dich zu fesseln scheint. Du schlägst gerade um dich, ohne wirklich einen Treffer zu landen, brüllst ohne gehört zu werden, willst dich verändern, aber weißt nicht wie. Gebremst vom Leben und von dir selbst! An deiner Seite willst du Menschen haben, die dich schätzen, dich lieben, dir Halt geben und dich frei lassen. Dir Raum zum Atmen geben, dennoch da sind, wenn du keine Luft bekommst. Dir die Augen öffnen, neue Wege zeigen, dich inspirieren. Solche Menschen hast du schon an deiner Seite, glaubst aber nicht wirklich daran, dass du weitere davon findest, es schwer hast mit denen in Kontakt zu treten, sie zu begeistern. Suchst freie Menschen, denkst aber, dass du nicht frei genug für sie bist! Du hast Angst nicht gesehen zu werden. Du hast Angst dich zu verlieren, stehen zu bleiben. Nicht dahin zu kommen, wo du gern sein möchtest. Im Moment hast du Angst davor, dass sich deine Situation nicht ändert, deine Selbstständigkeit scheitert. DU scheiterst. Siehst du denn nicht, was sich gerade tut? Dass es Menschen gibt, die dich sehen!?  Dein Leben! Das wäre momentan deine erste Antwort auf die Frage, was du gerne ändern möchtest. Ich wünsche dir Kraft durchzuhalten, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Ich wünsche dir, dass du dich findest. Dass du Mitte des Jahres einen großen Berg deiner „Probleme“ beiseite geräumt hast. Dass du den Brief liest und über deine Gedanken des letzten Jahres lachen kannst, weil sie dir jetzt so banal vorkommen und sie doch einfach zu lösen waren oder sich einfach von selbst gelöst haben. DU bist großartig, seelenschön, wunderbar, einzigartig! Ich hoffe, du bist jetzt, wenn du das liest an dem Punkt, genau das raus zu schreien und auch wirklich daran zu glauben! Kämpfe weiter, glaube an dich, finde dich, sei du selbst, so bist du am besten!“

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ABER

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Ich bin mit mir zufrieden, aber… Ich kann das, aber… Ich glaube dir, aber… Ich vertraue dir, aber… Ich bin glücklich, aber… Ich habe schon viel erreicht, aber… Ich würde dir gerne sagen, aber… Ich weiß wer ich bin, aber… Du tust mir nicht gut, aber… Ich bin zufriedener Single, aber… Ich bin in einer Beziehung, aber… Ich würde dich gerne sehen, aber… Ich bin selbstbewusst, aber… Ich will dich vergessen, aber… Ich bin darüber hinweg, aber… Ich bin verliebt, aber… Ich habe Träume, aber…

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Versteck dich nicht! Du stehst dir am Besten!

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Ein kurzer Blick in den Spiegel, bevor ich das Haus verlasse. Sitz alles, sehe ich gut aus. Fragend, genauer hinsehend. Doch dem nicht genug; immer wieder suche ich mein Spiegelbild, sei es in einem Schaufenster oder einer Autoscheibe. Hinterfrage mich selbst. Bei genauerer Betrachtung merke ich, dass dieser Kontrollblick mir nicht nur Antwort auf die Frage: „Bin ich schön?“ geben soll. Vielmehr frage ich:

„Wer bin ich? Und bin ich gut so?“

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Liebe und andere Unannehmlichkeiten

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Liebe.

Egal wohin man schaut (es ist ja auch gerade Frühling), sie ist überall, wird überall beschrieben, diskutiert, auseinandergenommen. Wie liebt man, wen liebt man, warum? Unausweichlich sich selbst Gedanken darüber zu machen. Gedanken über die Liebe, wen man liebt und warum, ob man richtig liebt, geliebt hat; ob es die Liebe überhaupt gibt. Schwer zu beantworten, als Single, langjähriger Single.Hin und her geworfen zwischen absoluter Freiheit, dem Wissen, sich selbst genug zu sein. Zufrieden mit dem ICH, anstatt dem oftmals vorherrschenden, lächerlichen WIR. Mein Singledasein, selbstgewählt und Ergebnis zu weniger Möglichkeiten zugleich. Der Wunsch eine Konstante in Form eines Mannes neben sich zu wissen gefangen in einer entromantisierten Welt voller Onlineangebote, kurzgefasster belangloser Kommunikation, zu viel virtuellen Information potentieller Liebhaber und Weggefährten und Druck einer Gesellschaft die den Gleichschritt bevorzugt statt Individualität.

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